
Stefan Kornelius geht in der Süddeutschen Zeitung der spekulativen Frage nach, ob die wahren Hintergründe des Informationschaos nach der Bombadierung zweier Tanklastzüge nahe des Bundeswehrstützpunktes im afghanischen Kunduz eine zweite parallele und geheime Kommandostruktur der Bundeswehr via der Spezialeinheit KSK sein könnte. Viele Indizien deuteten darauf hin, insbesondere die Tatsache, dass die Befehlskette über den Kommandeur des Einsatzbereiches in Mazar-e Sharif zu dessen Verärgerung übergangen wurde. Ein »zweiter Kanal« direkt in das Verteidigungsministerium würde die Verantwortlichen in schwere Bedrängnis bringen, denn der wäre nicht durch das Mandat des deutschen Parlamentes gedeckt.
Zuvor hatten bereits die Franfurter Rundschau, die taz und die Stuttgarter Zeitung zur Rolle des KSK und zu neuen Vorwürfen berichtet.
Dass die Strukturen zu einer Zeit aufgebaut wurden, als der Afghanistan-Einsatz im Schatten des öffentlichen Interesses lag, fällt den Planern nun mehr und mehr auf die Füße. Der umfangreiche Kenntnisstand von Stefan Kornelius deutet darauf hin, dass es innerhalb des Verteidigungsministeriums nicht nur Anhänger dieser Strukturen gibt.
| Süddeutsche Zeitung: Der zweite Kanal von Stefan Kornelius 22.1.2010 [im Google Cache] | |
| Frankfurter Rundschau: Neue Vorwürfe gegen die KSK von Steffen Hebestreit 12.1.2010 [Ergänzung] | |
| taz: Die Elitetruppe war mit dabei von Ulrike Winkelmann 11.12.2009 [Ergänzung] | |
| Stuttgarter Zeitung: Jenseits politischer Kontrolle von Claudia Lepping 10.12.2009 [Ergänzung] |
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Aufklärung sieht anders aus: Nach der Befragung von Oberst Georg Klein am Mittwoch vor dem Untersuchungsausschuss in Berlin erscheint der verheerende Luftschlag vom 4. September 2009 im nordafganischen Kundus noch mysteriöser. Bundestagsabgeordnete äußerten den Verdacht, dass der Angriff maßgeblich vom Kommando Spezialkräfte (KSK) geführt wurde.